Manche Kinder haben einen zu schmalen Oberkiefer - bleibende Zähne finden dann nicht genug Platz, es kann zu einem Kreuzbiss, zu Zungenfehlfunktionen und Mundatmung kommen. Der Invisalign® Palatal Expander erweitert die Gaumennaht, die im Kindesalter noch nicht verknöchert ist, und schafft so Raum für eine gesunde Zahn- und Kieferentwicklung. Anders als klassisch zementierte oder herausnehmbare Schraubapparaturen besteht das System aus einer Serie herausnehmbarer, 3D-gedruckter Schienen. Jede Schiene ist minimal breiter als die vorherige und wird täglich gewechselt. Kleine Attachments an den Zähnen halten sie sicher an ihrem Platz. So entsteht eine sanfte, präzise digital geplante Erweiterung – oft der erste Schritt vor einer Invisalign First® - Behandlung.
Der Invisalign® Palatal Expander verzichtet auf Metallteile und tägliches Schrauben. Jede Schiene wird digital geplant und passt exakt zur jeweiligen Behandlungsstufe. Da Ihr Kind die Schienen selbst wechselt, entfällt das manuelle Aktivieren durch die Eltern. Der Ablauf ist einfach und gut planbar. Die schrittweise, minimale Erweiterung sorgt für ein sanftes Vorgehen, das gut toleriert wird. Gleichzeitig profitieren Sie von der bewährten digitalen Planung aus dem Invisalign®-System: Der gesamte Behandlungsverlauf lässt sich von Anfang an nachvollziehen. Häufig ist der Expander der ideale Einstieg in eine anschließende Invisalign First® - Behandlung - aus einer Hand, ohne Systemwechsel.
Die Behandlung beginnt mit der kleinsten Schiene, Stufe „0". Ihr Kind trägt sie Tag und Nacht und wechselt in der Regel alle zwei Tage zur nächsten Stufe - jede ist minimal breiter als die vorherige. Ihre Kieferorthopädie in Berlin Mitte legt den genauen Rhythmus individuell fest und begleitet die Behandlung mit regelmäßigen Kontrollterminen. Kleine Attachments an den Zähnen fixieren die Schienen zuverlässig. Geht ein Attachment verloren oder wird beschädigt, ist das kein Grund zur Sorge - melden Sie sich einfach zeitnah in unserer Praxis, damit wir die Apparatur anpassen können.
Die ersten Tage mit einer neuen Schiene können ungewohnt sein: eine leicht veränderte Sprache oder etwas mehr Speichelfluss sind normal und klingen meist nach kurzer Zeit wiederab. Schön ist, dass der an der Lautbildung maßgeblich beteiligte vordere Anteil des Gaumens frei bleibt. So sollte ein wenig Übung bereits helfen – etwa lautes Lesen oder Singen. Zum Essen und Trinken bleibt der Expander im Mund. Anfangs empfehlen sich kleine Bissen und weichere Speisen. Nach dem Essen darf mit einem Schluck Wasser gespült werden. Auf Kaugummi, harte, klebrige oder stark zuckerhaltige Speisen und Getränke sollte während der Tragezeit verzichtet werden. Ein spürbarer Druck zu Beginn jeder Stufe ist ein gutes Zeichen: Die Erweiterung wirkt.
Die Kinder können die Schiene jeden Abend zum Putzen herausnehmen. Das ist vielen Eltern ein großes Anliegen: Denn sie wissen, dass gerade in diesem Alter die Etablierung einer guten Zahnpflegeroutine der Schlüssel zur Zahn- und Mundgesundheit für das ganze Leben ist. Wer als Kind keine Karies hat, hat in der Regel auch im bleibenden Gebiss weniger Schäden und benötigt im Erwachsenenalter auch seltener invasive zahnärztliche Maßnahmen.
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